Tipps und Trick Rund um das Thema Scannen- Teil 3

Dienstag, 6. April 2010

Fragen Rund um die Themen Dateiformat und Auflösung konnten wir vergangene Woche klären. Heute dreht sich alles um die Interpolation. In dieser Serie stellen wir Ihnen wöchentlich nützliche Kniffe und Tipps zum Thema Scanner vor, mit denen Sie Ihre Ideen spielend umsetzten können.

Interpolation ist nicht gleich optische Auflösung. Schon vor dem Kauf eines Gerätes sollte Ihnen dieser Unterschied bewusst sein. Die optische Auflösung bezeichnet den Wert, den der Scanner durch seine Linse und Technik wirklich einlesen kann. Interpolation bedeutet, dass das optisch eingescannte Motiv mit einem Programm hochgerechnet werden kann. Somit besitzt das Bild dann eine höhere Auflösung. Allerdings ist diese eben nur hochgerechnet und lässt sich nicht mit der optischen vergleichen.

Interpolierte Bilder weisen einen höheren Speicherbedarf auf und besitzen nur wenige echte Informationen. Der Rest wurde einfach vom Programm errechnet. Hier gilt wieder die alte Regel, dass eine geringere Auflösung beim Scannen für den Privatgebrauch meistens ausreicht. Aber eben nur meistens.

Auch diese Regel hat ihre Ausnahme. In manchen Fällen kann das Interpoliren nämlich doch sinnvoll sein. Wollen Sie das eingescannte Motiv vergrößern, verschafft Ihnen die Interpolation zwar keine weiteren Informationen aber der Treppeneffekt wird stark vermindert. Auch beim Einlesen von Negativen oder Dias kann bei einigen Scannern nur mit der Interpolation die benötigte Auflösung erreicht werden. Allerdings gibt es für diese besonderen Motive spezielle Film-Scanner, wie etwa die Modelle von Rollei, Epson oder HP.